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Besuch der Landespolizeidirektion Salzburg

Exkursionsbericht – Besuch der Landespolizeidirektion Salzburg


Am Dienstag, dem 24. Februar 2026, folgte die Gesellschaft für Landesverteidigung und Sicherheitspolitik Salzburg der freundlichen Einladung des Landespolizeidirektors Dr. Bernhard Rausch zu einem Besuch der Landespolizeidirektion Salzburg (LPD). Ziel der Veranstaltung war es, den Mitgliedern der GLS Salzburg Einblicke in Aufgaben, Organisation und aktuelle Herausforderungen der Polizei zu ermöglichen sowie insbesondere die Rolle der Polizei im Rahmen der zivilen Landesverteidigung im Krisen- und Katastrophenfall näher kennenzulernen.

Zu Beginn der Veranstaltung nahm die Delegation der GLS Salzburg im Stabsraum der sogenannten BAO – Besonderen Aufbauorganisation Platz. Dieser Raum dient als Führungs- und Koordinationszentrum für außergewöhnliche Lagen, etwa bei Großschadensereignissen, oder besonderen sicherheitspolitischen Situationen. In diesem professionellen Umfeld erfolgte zunächst eine Vorstellungsrunde der anwesenden Vertreter der Landespolizeidirektion.

Herr Generalmajor Gottfried Gamsjäger, stellvertretender Landespolizeidirektor und Geschäftsbereichsleiter, begrüßte uns herzlich und vertrat den terminlich verhinderten Landespolizeidirektor Dr. Bernhard Rausch. Weiters standen Chefinspektor Hans J. Wolfgruber, geschäftsführender Leiter des Büros Öffentlichkeitsarbeit (Pressesprecher), Dr. Richard Reiter, Verantwortlicher für Ressourcen-, Ziel- und Leistungsplanung, sowie Markus Geiersberger, führender Disponent der Landesleitzentrale, für Gespräche und Auskünfte zur Verfügung. Ein besonderer Dank gilt Herrn Brigadier Mag. Peter Schinnerl, Mitglied der GLS Salzburg, der die Verbindung zur Landespolizeidirektion hergestellt und die Veranstaltung ermöglicht hat.

Im fachlichen Teil wurde zunächst die Struktur der polizeilichen Organisation erläutert. Neben der BAO für Ausnahmelagen bildet die AAO – Allgemeine Aufbauorganisation den Regelbetrieb. Das „Herz“ dieses Regelbetriebs ist die Landesleitzentrale. Von hier aus werden Notrufe entgegengenommen, Funkverkehr geführt sowie Einsatzkräfte disponiert. Rund 25.000 Notrufe pro Monat verdeutlichen die hohe Bedeutung dieser Einrichtung für die innere Sicherheit im Bundesland Salzburg. Besonders bemerkenswert ist die Krisenfestigkeit: Die Landesleitzentrale ist technisch so ausgelegt, dass sie auch bei länger andauernden Stromausfällen etwa zwei Wochen autark betrieben werden kann.

Im Anschluss erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Räumlichkeiten der Landesleitzentrale zu besichtigen. Bereits beim Betreten des Raumes war eine besondere Atmosphäre spürbar: eine konzentrierte Ruhe, unterbrochen nur von Funkmeldungen, Tastatureingaben und kurzen, präzisen Absprachen. Die Disponenten arbeiteten an modern ausgestatteten Arbeitsplätzen mit vier und mehr Bildschirmen, auf denen parallel Einsatzdaten, Kartenmaterial, Kommunikationskanäle und Statusmeldungen dargestellt wurden. Großformatige digitale Infoboards zeigten laufend aktuelle Lagen und Einsatzübersichten, während Video-Liveübertragungen verschiedener Überwachungssysteme zusätzliche Lagebilder lieferten. Die Szenerie erinnerte in ihrer Dichte und gleichzeitigen Sachlichkeit an eine Kommandozentrale aus einem Kriminalfilm – allerdings als gelebte Realität im täglichen Dienstbetrieb. Dabei wurde deutlich, wie stark moderne Polizeiarbeit von Koordination, Kommunikation und technischer Infrastruktur geprägt ist. Kritische Softwareanwendungen stammen aus Österreich und Deutschland. Die Daten werden über Strukturen des Bundesministeriums für Inneres selbst gehostet. Gleichzeitig wurde betont, dass trotz aller Technik die wichtigste Ressource der Polizei weiterhin das Personal bleibt – gut ausgebildete Mitarbeitende bilden die Grundlage für eine funktionierende Sicherheitsarchitektur.

Die aktuelle Sicherheitsentwicklung zeigte sich differenziert: Klassische physische Kriminalität ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Cybercrime und die „Digitalisierung“ traditioneller Delikte nehmen jedoch zu. Damit verschieben sich auch Anforderungen an Ausbildung, Ausstattung und Präventionsarbeit. Gerade hier unterstrichen die Vertreter der LPD die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Die Mitglieder der GLS Salzburg wurden ausdrücklich ermutigt, im eigenen Umfeld aktiv zur Aufklärung beizutragen und sicherheitsrelevantes Bewusstsein in Familie, Freundeskreis und Gesellschaft zu fördern.

Die GLS Salzburg bedankt sich sehr herzlich bei Herrn Landespolizeidirektor Dr. Bernhard Rausch und der Landespolizeidirektion Salzburg für die Einladung, die offenen Gespräche sowie die interessanten und aufschlussreichen Einblicke in die praktische Sicherheitsarbeit. Der Besuch hat den Mitgliedern eindrucksvoll vor Augen geführt, welche organisatorische, personelle und technische Leistung täglich im Hintergrund erbracht wird, um Sicherheit und Stabilität in unserem Bundesland zu gewährleisten.

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