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Wie gut sind wir gerüstet für Krieg, Blackout, Cyberangriffe und Lebensmittelkrise?

Die Podiumsdiskussion der GLS Salzburg mit den Salzburger Nachrichten am 28. April 2026

im SN-Saal stellte die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen und Fragen der

Versorgungssicherheit in den Mittelpunkt.

Moderatorin Iris Bonavida (Salzburger Nachrichten) diskutierte mit Sylvia Mayer (Direktion

Staatsschutz und Nachrichtendienst), Gerhard Christiner (Vorstandssprecher der APG),

Brigadier Peter Schinnerl (Militärkommandant von Salzburg) sowie Nicole Berkmann

(Unternehmenssprecherin des SPAR-Konzerns).

Aktuelle Ereignisse wie der Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin vom 3. Jänner oder

die großflächigen Stromausfälle auf der iberischen Halbinsel im April 2025 zeigen die

Verwundbarkeit moderner Infrastrukturen.

Ein zentrales Thema war die Energie- und Infrastrukturversorgung. Es wurde betont, dass in

Österreich in Leitungen und Speicherkapazitäten zu wenig investiert wird. Vor dem

Hintergrund der Energiewende sind Ineffizienzen beim Stromtransport und Verletzlichkeit die

Folge. Gesetzliche Rahmenbedingungen müssten rascher umgesetzt werden.

Im Bereich der Versorgungssicherheit gab Nicole Berkmann Einblicke in bestehende

Krisenpläne: Für den Fall eines Blackouts existieren mit anderen Versorgern und dem

Innenministerium abgestimmte Strategien zur Lebensmittelverteilung für die ersten Tage. Die

Lagerhaltung ermöglicht eine Warenverfügbarkeit von rund zehn Tagen.

Weitere Themen waren die zunehmende Bedeutung der IT-Sicherheit sowie aktuelle

regulatorische Entwicklungen wie NIS bzw. NIS2. Darüber hinaus wurden Probleme und

Abhängigkeiten in globalen Lieferketten angesprochen wie Erdöl, Seltene Erden oder

Düngemittel. Desinformation in Sozialen Medien und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz

und Drohnen sind die Werkzeuge hybrider Kriegsführung in Europa.

Peter Schinnerl sprach sich für einen längeren Wehrdienst und verpflichtende Milizübungen

aus, und betonte die Notwendigkeit, auch im privaten Umfeld durch Nachbarschaftshilfe und

Gemeinschaftstärkung mehr Resilienz aufzubauen. Nicole Berkmann betonte die

Eigenverantwortung durch private Lebensmittelvorräte und selbst gut informiert zu sein.

Sylvia Mayer hob die Bildung als Mittel gegen Desinformation und Destabilisierung hervor

und Gerhard Christiner sprach sich für Mut zum Pragmatismus und den rascheren Beschluss

von Gesetzen aus.

Mehr als 160 Teilnehmende gingen mit konkreten Informationen über Gefahren und

Bedrohungen aber auch Ratschlägen zur Stärkung der eigenen Resilienz nach Hause.

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